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[3] (1792) (1792)
Entstehung
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211
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ek vielleicht schon bereueten, daß sie sich auf den StAstand eingelassen hatten, riefen, dies wäre gegen denVertrag und sie würden schießen. In der That feuer-ten sie auch zwöf bis funfzehnmal. Ich hatte Befehlgegeben, daß man sich auf diesen Fall bereit halten soll-te , ihnen mit einer ganzen Lage von allen Batterienzu antworten; es war die erste, und die Belagertenerstaunten nicht wenig, als sie sahen, daß fünfzigStücke ihre Werke bestrichen. Sie waren nun dieersten, welche um Verlängerung d?S Stillstandes ba-ten, hauptsächlich, als eine zweyre Lage schnell aufdie erste folgte. Von diesem Augenblick an verlohrensie die Einbildung, daß ihre Cikadelle unülerwmd«lich wäre, und suchten heimlich Mittel, sich in derGüte zu vertragen.

Zwey Frauen wurden von ungefähr mit diesemVergleich beschäftigt. Die Frau von Brandis , dieGemahlin des Gouverneurs von MontMeiiau, diemit ihm in dem Schl-ffe war, beschäftigte sich zu ihremVergnügen mit kleinen Arbeiten von Glas und Koral-len. Sie schickte meiner Frau/welche in der Stadtwar, sehr niedliche Dhrringe und zwey Glasketten, diesie selbst gemacht hatte. Diese übersendete ihr dage-gen Wildprer und Wein, und ließ sie frästen, ob esnicht möglich wäre, daß sie sich sehen könnten. Sieerhielten die Erlaubniß, und brachten drey Nachmit-tage so vertraulich mit einander zu, daß sie am Endeanfiengen mit einander zu überlegen, wie man Mont«tnelian mir Ehren übergeben könnte. Sie checkten die-sen Einfall ihren Männern mit, und, weit entfernt,uns^zu widei setzen, berechtigten wir sie vielmehr, ihreUnterredungen , wo noch immer eine der andern ver-arg, daß sie Vollmacht hätte, forkzusetzen. Die Frauvon Brandis bekam eine Unpäßlichkeit, welche es ihr

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