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[3] (1792) (1792)
Entstehung
Seite
162
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sähe, stieg zu Pferde und gieng von der Jagd nachMalesherbes, wo er zwey Tage blieb.

Ich glaubte nicht, daß dieser Zwischenfall die An-gelegenheit der Ehescheidung, und die Wahl einer Ge-mahlin für den König hindern müsse; im Gegenkheilschien mir beydes nun nur noch dringender. Die Be-vollmächtigten Sr. Majestät machten daher jetzt zuRom die erste Eröfnung wegen einer Heyrath zwischenihm und der Prinzessin Marie von Medicis (7), derTochter des Großherzogs von Florenz. Der Königließ es geschehen, und ernannte selbst, aber blos weilman ihn so lange plagte bis er es thac, den Conne-kable, den Kanzler, den Herrn von Villeroi und mich,um mir dem Gesandten, weichen der Großherzog nachParis schicken sollte, an dieser Sache zu arbeiten.Wir zogen sie nicht in die Länge. Kaum war Ioan-nini, der Florentinische Bevollmächtigte, angekom-men , so waren auch in einem Augenblick die Artikelaufgesetzt und von uns allen unterzeichnet.

Mir wurde der Auftrag gegeben, sie dem Königvsrzulegen, der eine so schnelle Ausführung nichtvermulhet hatte. Als ich auf seine Frage, was ichbrächte, ihm antwortete:Ich bringe Ihnen eine Germahlin, Sire;" blieb er eine Viertelstunde wie vomDonner gerührt. DAin sieng er an mit großen Schrit-ten im Zimmer auf und ab zu gehen, biß sich die Nä-gel, rieb sich die Stirne, und überließ sich seinen Ge-danken , die ihn so heftig bewegten , daß er lange Zeitmir gar nichts sagen konnte. In diesem Augenblickzweifelte ich nicht, daß alle meine Vorstellungen Wir-kung thäten. Endlich kam er zu sich selbst, wie einMensch, der einen letzten Entschluß gefaßt hat.Nun dann," rief er, indem er seine Hände zusani-* men

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