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[3] (1792) (1792)
Entstehung
Seite
160
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gestehen, von denen er wußte, daß sie am meisten da.wider waren, und sie darüber um Rach zu fragen;tin Veyspiel von Geradsinnigkeit und Seelengröße, dasman bey wenig Fürsten finden wird. Unterdeß ich dieSchrift laö, von der jedes Wort für mich ein Dolch»stich war, wendete Heinrich sich bald auf die Seite,um sein Erröthen zu verbergen, bald suchte er michwieder zu gewinnen, indem er sich wechselSweife anklagrte und vertheidigte. Ich hieng mit meiner ganzenAufmerksamkeit an dem unglücklichen Papier. DieBedingung, ein Mädchen zu heyrathen, wenn esbin»tien Jahresfrist einen Sohn gebähren würde, (dennLies waren die eigentlichen Ausdrücke) schien mir in derThat lächerlich und augenscheinlich ungültig; aber dieSchande und Verachtung, welche den König bedeckenmußte, wenn dies Stück bekannt werden würde, sahich als unvermeidlich an. Noch mehr fürchtete ich dieunglaublichen Folgen davon bey den jetzigen Verhält»nisten wegen der Ehescheidung, an der man arbeite-te, und dieser Gedanke machte mich stumm und uu»bewegliche

Heinrich sich Meine heftige innere Gemüthsbewe-gung, ob ich gleich ihm das Papier kaltblütig zurück»gab.Nun, nun," rief er,nur heraus mit dem,was Sie sagen wollen! Machen Sie nicht so sehrden Bescheidnen " Aber ich konnte so bald noch dieWorte nicht finden, in die ich meine Gedanken kleidensollte, und es ist wohl nicht nöthig, daß ich die Ursa*chen meiner Verlegenheit hier hererzähle. Wer eSweiß, was das heißt, der Vertraute eines Königs inriner Sache zu seyn, wo es darauf ankömmt, seineEntschlüsse zu bestreiten, und bey Monarchen sinddiese stets unumstößlicher und vester Willen, derWird mich leicht entschuldigen. Heinrich versicherte

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