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Sie würde mit einer mündlichen Versicherung sich be-gnügen, oder vielmehr gar keine verlangen ; denn siemisse wohl, daß ihre Geburt ihr keine Ansprüche aufdiese Ehre erlaubte, aber sie habe diese Schrift nöthig,um ihr bey ihren Eltern als Entschuldigung ihrerSchwachheit zu dienen. Da sie merkte, daß Heinrichimmer noch anstand, so war sie so fein, ihm zu ver-^ Ä> stehen zu geben r sie sähe im Grunde diese Verschrei-bung als ein Hirngespinnst an; denn es sey ihr wohlM. bekannt, daß Er nicht so wie seine Unterthanen vor>lch Gericht könne belangt werden.
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Heinrich gab bey dieser Gelegenheit ein großesBeyspiel von der Tyranney der siebe. Er war nichtverblendet genug, um nicht deutlich einzusehen, daßdies Mädchen ihn bloS zu betrügen suchte. Der Ur-fachen gar nicht einmal zu gedenken, die er auch außerdem harre, sie für keine Vestalin zu halten, noch dergegen den Staat geschmiedeten Ränke, wovon ihr Va-ter, ihre Mutter, ihr Bruder und sie selbst überführtworden waren, und welche dieser ganzen Familie ei-nen Befehl zugezogen hatten, Paris zu verlassen, denich noch ganz kurz vorher ihnen im Namen des Königsbekannt machen mußte, aller dieser Dinge ungeachtetwar er so schwach, in das Verlangen seiner Geliebtenzu willigen und ihr sein Wort darüber zu geben.
Eines Morgens, da er im Begriff war auf dieJagd zu gehen, rüste er mich in die Galerie zu Fon-tainebleau und gab mir dies schimpfliche Papier in dieHände. Ich muß ihm die Gerechtigkeit wiederfahrenlassen, und dieses um so mehr, da ich seine Fehlernicht zu verstecken suche, daß, selbst in den größtenAusschweifungen, wozu ihn Leidenschaft hinriß, er sichdoch.stets überwand, seine Entschlüsse denenjenigen zu
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