le -rillen übernommen hatte, sich sogleich mit'Unwillendavon lossagre.
Der Herzog von Savoyen, welcher ganz gewißerwartete, daß der Pabst diese Partey ergreifen wür-de ließ demungeachtet dcm König sagen, er stellte dieganze Sache völlig seiner Wnlkühr anheim, und eswäre dazu kein fremder Schiedsrichter nöchig. Erhoffte von ihm das Land , über welches der Streit ent-standen war, am sichersten zu erhalten, indem er ihnvon der Seite der Ehre reitzte, und zugleich stellte ereS ihn als etwas so geringes vor, daß es die Aufmerk-samkeit eines so großen Königs gar nicht verdiente. Solautete die Anweisung, welche die Herren von Jacobde la Rochette, von LullinS, von BretonS und vonRoncas erhalten hatten, die als Agenten des Herzogsvon Savoyen nach Paris gekommen waren.
Wenn man solche Absichten hat, so sucht mangewöhnlich zuerst den Minister und Vertrauten desFürsten aus seine Seite zu ziehen, oder, mm die Sa-che bey ihrem wahren Namen zu nennen, man suchtihn zu bestechen. Man giebr sich kaum einmal dieMühe, ihm zu verbergen, daß man in dieser Absichtkom e, so wenig sie auch anstgndig ist. Man ist auchin seinen Ausdrücken nicht so vorsichtig, als bey einemKongreß. Diese Herren sagten mir daher: der Her-zog von Savoyen verlange das Marquisak Saluz-zo von dem König blos als eine Gnade und alsein Geschenk > und zugleich suchten sie mir ziem-lich deutlich zu verstehen zu geben , daß dieses Ge-schenk auch nach Maasgabe der Wichtigkeit desselbenund der A-r, wie ich mich dabey verwenden würde, aufMich zurück ströhmen sollte. Ich mochte den Sinn die-ser letzten Worte nicht verstehen; auf die ersten antwor-tete