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[3] (1792) (1792)
Entstehung
Seite
125
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Da diese Unterredung nicht den Nutzen gestiftethatte, den die Geistlichen davon erwarteten (27), undda sie sahen, daß es ihnen zu Rom nicht besser glückte;so erklärten sie endlich, nichts sey im Stande sie zu be-wegen, ihre Einwilligung zu dieser Heyrath zu geben.Man hätte sie ihnen allenfalls erlassen; aber eS mußteein Bischof gefunden werden, der die Trauung verrich-tete, und da diese Herren alle zusammen hielten, soentstand hieraus noch eine Schwierigkeit, auf welchesie ihre letzte Hofnung baueren.

In dieser Verlegenheit siel e§ dem König ein,sich an den Erzbischof von Rouen zu wenden (28),von dem er mehr Gefälligkeit erwartete, weil er seinunächter Bruder war, und ihm erst noch seit kurzemsein Erzbiölhum zu danken hatte. Außerdem warauch dieser Prälat überall dafür bekannt, daß ernicht sehr gewissenhaft sey; um den gelindesten Aus-druck zu gebrauchen. Dem 'ungeachtet fand Heinrichbey dem ersten Antrag einen Mann, der ihn in einemandächtig rebellischen Tone mit einer Menge gut oderschlecht angebrachter Stationen aus den Kirchenvätern,den Kanons, und der heiligen Schrift überschüttete.Ueber eine so neue Sprache auö dem Munde eineSMenschen, der sonst gewöhnlich von etwas ganz an-derm redete, erstaunt, konnte der König sich kaum ent-halten ihm in s Gesicht 'zu lachen und ihn zu fragen,durch welches Wunderwerk er auf einmal so gelehrtund so gewissenhaft geworden wäre. Er hielt es in-dessen für besser, demPrälaten durch vernünftige Grün-de zu antworten; da aber dieser taub dagegen blieb, soverlohr Heinrich endlich die Geduld. Er warf ihm fei-ne Undankbarkeit vor, und setzte endlich, da er wiederauf seine erste Idee zurück kam, hinzu:Weil Sieso sehr den Gescheiden machen, so will ich Ihnen

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