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Diese Vermählung verknüpfte dis beydenLinien des Oestreichischen Hauses durch ein * 599 «zweyteS Band; denn der.vorige König von Spanienhatte schon am ?. May des letzten Jahres seine Toch-ter, die Infantin Jsabella, an den Erzherzog )llbertverheyrathet, welcher deswegen den Kardinalshut ab»legen mußte. Dem Anschein nach hatte sie eine rei-che Aussteuer bekommen, denn sie erhielt die 17 Pro-vinzen der Niederlande, die Franchc« Comtä und Cha«rolois. Aber die sonderbaren Bedingungen, die damitverknüpft, und ohne welche die Schenkung für ungül-tig erklärt war, daß der «eue Souverain am IndischenHandel keinen Antheil nehmen und in seinen Ländernkeine andere als die katholische Religion dulden sollte,machten sie im Grunde zu nichts; denn es war nichtleicht die Flamänder zur Annehmung so harter Bedin-gungen zu bewegen.
Unterdessen, bis der Erzherzog selbst nach Flan?dern gehen könnte um alle Schwierigkeiten zu heben,schickte er den Amirante von Arragonien als seinen Ver-weser dahin, welcher auch einige Thqten an der Gren-ze von Deutschland verrichtete. (22) Diesen ließ eedurch seinen Vetter, den Kardinal Andreas von Dest-reich, (2Z)ablösen, welcher eine Menge Edicte mach-te, die alle unausgeführt blieben. Da endlich daSUedel so groß wurde, daß man glaubte, es könne kei-nen Aufschub mehr leiden, so kam der Erzherzog sel-ber m,t seiner Gemahlin nach den Niederlanden. Erlandete am fünften September dieses Jahres an, des-sen Rest er mit eben so unwirksamen Drohungen hin-brachte. Endlich mußte zu offenbarer Gewalt ge-schritten werden, und dies war der Anfang jenes lan-gen und blutigen Krieges zwischen Spanien und den
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