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mit einem mittelmäßigen Gemäh'de zufrieden! Derfeine Geschmack, mit großen Kosten und eben so grv.ßer Geisiesunruhe Originale und andre seltne Stückezu sammlcn, ist, bloß Vorurtheil.
Bey allen diesen Grundsätzen bin ich jedoch weitentferne, einem Staatsmann alle Rückkehr zu sich selbstund alle Arten des Vergnügens versagen zu wolle».Er soll sich Freuden machen, und auch für sein eignesVermögen sorgen, aber nur geschehe das Eine ohnedgß er zu sehr sich zerstreue, und das Andre, ohne daßer sich beschimpfe und herabfetze. Es ist einer der Vor«theile des Geistes, der Ordnung und Mäßigung, daßwer ihn besitzt, wenn er nur lange genug lebt, sichunvermerkt im Uebersiuß befinden wird. DaS Glück«machen, welches ein so verhaßter Ausdruck gewordenist, weil es gewöhnlich nur Ungerechtigkeit, Druckund Grausamkeit in den Bedienungen, oder nieder«trächtige K unstgriffe, unwürdige Schmeicheleien, knech-tische Wegwerfung, oder gar Betrug und Verrath beyHofe andeuret, wird eine bloß natürliche Folge, selbsteine Tugend, wenn man darinn bloß den Preiß derArbeit und die rechtmäßige Belohnung guter Handlun-gen sieht. Um jeden Irrthum zu vermeiden, setze ichaber hinzu, man muß sie darinn so klar und deutlichsehen, daß sie von selbst in die Augen fallen, und un-sere größten Feinde zwingen, dies einzugestehen (to).
Zu dem Ende sollte man es zum Gesetz machen,daß wer die Verwaltung der Finanzen oder irgendeines andern Zweiges der Negierung übernimmt, eineArt eines öffentlichen Geständniffeö abiegen und vonZeit zu Zeit wiederholen müßte. Er sollte nemlichbey der Antretung seines Amts gleich einen^genauenund umständlichen Aufsatz seines gegenwärtigen Ver-mögen-