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gemacht. Ich beobachtete ihn. Ich sah, daß seinHerz wankte, aber er ermannte sich so schnell wieder,daß seine Geliebte es nicht wahrnahm. Er fuhr indemselben Ton fort, und sagte ihr. sie hätte sich dieMühe ersparen können, um einer so kleinen Ursach wil-len, soviel Kunstgriffe anzuwenden. Dieser Vorwurfbele digte sie empfindlich, ihre Thränen flössen noch häu-figer. , Sie schrie, sie sähe wohl, daß sic verlassen wä-re, und ohne Zweifel nur um ihre Schande und mei-nen Triumph zu vergrößern hätte der KönU mich zumZeugen mitgebracht/ da er ihr die härtesten Dingesag-te, die man einer Frau nur sagen könnte. Dieser Ge-danke schien sie in eine wahre Verzweiflung zu stürzen.Heinrich verlohr endlich die Geduld: „Beym Himmel!„Madam, rief er, das ist zu viel. Ich sehe wohl,„daß man Sie zu dieser Spielerey abgerichtet hat. um„zu versuchen, ob man mich dahin bringen könnte, ei-„nen Diener wegzujagen, ohne den ich nicht fertig wer-„den kann. Ich erkläre Ihnen hiemik, daß, wenn„ich in die Nothwendigkeit versetzt werden sollte, zu„wählen, ob ich den einen oder die andre verlieren woll«„ke, ich eher zehnmal eine Geliebte, wie Sie, als Ei-„nen Diener, wie er, aufopfern würde." Er ließihr auch den Ausdruck, Bedienter, den sie gebrauchthatte, nicht hingehen, und fand es sehr unschicklich,daß sie ihn auf einen Mann anwendete, dessen Hausdie Ehre hatte, mit dem seinigen verwandt zu seyn.
Nach diesen niederschlagenden Reden verließ erdie Herzogin plötzlich und war im Begriff zum Zimmerhinaus zu gehen, ohne durch den Zustand, worinn ersie sähe, gerührt zu skyn. ^Wahrscheinlich kannte erche genug um zu entdecken, wie viel angenommnes We-sen und Verstellung in ihrem Betragen war. Ich fürmeinen Thcil wurde dadurch betrogen, so, daß sie mich
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