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[3] (1792) (1792)
Entstehung
Seite
73
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und sagte ihr mit einer Mine, die sie in der That be-fremden mußte: die wahre Ursache, die ihn bewogenhätte, sich mit ihr zu verbinden, wäre die Sanftmuchgewesen, die er in ihrem Charakter zu bemerken ge-glaubt hätte. Cr sähe aber aus dem Betragen, welchessie seit einiger Zeit angenommen habe, daß das, wasihm Wahrheit geschienen hätte, nur Verstellung gewe-sen wäre, und daß sie ihn betrogen hätte. Er warfihr die schlechten Rathschläge, denen sie Gehör gebe,und die wichtigen Fehltritte vor, die eine Folge der-selben wären. Mich überhäufte er mit Lodsprüchen, umdurch den Unterschied unsers Verfahrens die Herzoginfühlen zu lassen, daß ich allein seiner Person treu er-geben wäre. Er befahl ihr / ihren Widerwillen gegenmich zu überwinden, dergestalt, daß sie künftig sichdurch meinen Rath leiten ließe; denn gewiß würde ermich um ihremwülen nicht fortjagen.

Die Frau von Beaufort begann ihre Antwort mitSeufzern, Schluchzen und Thränen. Sie nahm eineschmeichelnde und uncerwükfige Mine an, und wollteHeinrichs Hand küssen. Nichts von allem, was siefähig glaubte, sein Herz zu rühren, unterließ sie. Nurerst nach allen diesen kleinen Kunstgriffen nahm sie dasWort, um sich schmerzlich zu beklagen, daß, anstattder Gegenliebe, die sie von einem Fürsten erwartenkonnte, dem sie ihre ganze Zärtlichkeit geschenkt hätte,sie nun sich einem von seinen Bedienten aufgeopfert se-hen müßte. Sie wiederholte alles, was ich gegen ih^re Kinder gesagt und gechan Hatte, um dem Könizgegen mich aufzubringm; dann stellte sie sich, als obsie unter ihrer Verzweiflung erKge, sank auf ein Bettenieder, und schwur, daß sie nach einer so schimpflichenBeleidigung hier den Tod erwarten wollte. Der An-griff war heftig, Heinrich hatte sich nicht darauf gefaßt

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