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[3] (1792) (1792)
Entstehung
Seite
69
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sieng er jetzt an, seine Meinung und sein Betragenmerklich zu ändern..

Ich bildete mir ein, daß dieser Brief vielleichtdieselbe Wirkung auf die Frau von Beaufort thun könn-te, wenn sie den Inhalt desselben erführe. Aber ichwollte es nicht selbst übernehmen, sie damit bekanntzu machen, um mich nicht dem klebermuth und demUngestüm einer Frau auszusetzen, die mich ohnedemals einen Stein des Anstoßes bey allen ihren Entwür-fen betrachtete. Ich theilke daher meinen Brief Chi-verny und Fresne mit, welche sogleich die Frau vonSourdiS, und durch diese die Herzogin von Beaufortdavon unterrichteten. Aber die Rachgeber dieser Da-me waren so leicht nicht in Furcht zu setzen. Sie hat-ten vorausgesehn, daß ein solcher Schritt, als der,wozu sieden König verleiten wollten, nochwendigeineMenge Schwierigkeiten finden müßte, und sie hattensich darauf vorbereitet. Das Resultat aller ihrer Be«rakhschlagungen war gewesen, man müsse so viel alsmöglich eilen, die Sache zum Schluß zu bringen;überzeugt, daß wenn es einmal geschehen wäre, siekei-ne große Mühe haben würden, diese Handlung in ei-nem Lichte zu zeigen, wo sie entschuldigt werden könn-te, und wenn auch das schlimste erfolgte, so wür-de man doch nach einigen Unruhen sie als eine Sache,der nicht mehr abzuhclfen wäre, hingehen lassen. Siekannten den Charakter der Franzosen und besondersder Höflinge, deren erstes Gesetz ist, zu wollen wasder Fürst will, und die keine stärkere Leidenschaft ha-ben, als die Begierde ihm zu gefallen. Mit einemWorte, sie glaubten von allem gewiß zu sseyn, wennnur der König selbst sie nicht im Stiche ließe.

Fresne hatte den Befehl zur Bezahlung der He-rold?, Trompeter und der übrigen nieder» Hofbedien«

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