cken könnte, so versprach sie ihm das Reichssiegel, sobald er von Rom würde zurückgekehrt seyn, sollte sieauch dadurch die Frau von Sourdis, ihre Tan-ke und vertraute Freundin beleidigen. UeberdieSversicherte he ihm auch noch die Kanzlerstelle, so baldsie erledigt seyn würde. Sillery verband sich dagegenMit allen Schwüren, die sie nur verlangen konnte,nichts zu versäumen, um von dem Pabst die Legitima-tion der beyden Söhne , die sie von dem König hatte,zugleich mit der Trennung jener Ehe zu erlangen.Wenn dieser erste Schritt einmal gerhan wäre, dannwaren nur noch wenige und sehr leichte übrig, um bisauf den Thron zu steigen. Bey ihrem Liebhaber fehltees ihr nicht an Gründen, um von ihm den Botschaf-ter , den sie gewählt hatte, bestätigen zu lassen. DerHerzog von Luxemburg reifete nichts desto weniger ab;aber blos um wieder zurückberufen zu werden, so baldSillery im Stande seyn würde, ihn abzulösen. DieHerzogin gab sich keine Mühe, dem Hofe den Titelzu verbergen, mit dem sie ihren Günstling bekleidethatte. Sie arbeitete selbst an seiner Equipage und ließdurch den König die nöthigen Befehle ausfertigen, da-mit Sillery mit all dem Glanze und der Größe er-scheinen möchte, welche ihm den glücklichen Erfolg sei-ner Unterhandlung versichern könnten.
Um zugleich die Franzosen auf die StandeSver-anderung ihrer Kinder, welche sie im Sinne hat-te, vorzubereiten, erlangte sie von dem König, der die-se fast eben so zärtlich liebte als ihre Mutter, daß dieTaufe ihres zweycen Sohnes zu Saint-Germain, woHeinrich damals war, mit eben der Pracht und denEhrenbezeugungen geschehen sollte, die allein bey derTaufe der königlichen Prinzen üblich sind. Man kannes dieser Frau verzeihen, daß sie durch die knechtische
Ehr-