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Die Königin nahm sich volle Zeit, einen so wich-tigen Entschluß zu überlegen, ehe sie mir eine Antwortgab. Erst fünf Monache nachher erhielt ich sie; siewar von Uffon (zy) geschrieben, wo Margarethe sichgewöhnlich äufhiclt, und so beschaffen, wie man siewünschen konnte, klug, bescheiden und nachgebend. Oh-ne sich deutlicher, als ich gethan hakte, über eine Schei-dung zu erklären, wovon das Gerücht noch nicht er-schollen war, begnügte sich die Königin zu versichern,daß sie sich in allen Stücken dem Willen ihres Ge-mahls unterwerfen würde, und dankte mir für die Mü-he, die ich mir genommen hatte.
Der König hielt sich nur sieben oder acht Tagezu RenncS auf; nachher eilte -er nach Paris zu-rück, um im Anfang des May in Picardie seyn zukönnen. Er gieng über Vitre (40), und schicktevon da aus mir einen Befehl, daß ich der Besatzungvon Rochefort ein Geschenk geben, das Schloß aberschleifen lassen sollte. Von Vitro-nahm er seinen Wegnach Tours an der Loire hin, und besuchte unrerwegesla Fleche, einen Ort, wo er einen Theil seiner Jugendzugebracht hatte, und den er jetzt wieder zu sehn sicheine Freude machte.
Ich blieb noch 5 bis 6 Tage langer zu Renneö,um alles wegen der Finanzen und der Bezahlung derTruppen, bey ihrem Ausmarsch und auf ihrem Wegedurch die Provinzen, in Ordnung zu bringen, undeilte dann nach Tours, wohin mich der König wegeneiner wichtigen ^tngelegenheit beschieden hatte. Vonhier aus ließ ich ihn seinen Weg nach Paris forcsetzen,welches er, so sehr er auch eilte, vordem Ende des Maynicht erreichen konnte Ich war des Ceremonials dergroßen Städte und hauptsächlich der langen Reden somüde (41), daß ich einen Seitenweg durch Maineund Perche nahm, und ganz allein mein Gut Rosny