unfehlbar alles vergangne Elend erneuern. Er gestandmir, das? es aus dieser Ursach sein heißester Wunschwäre, Söhne zu haben. Ohne die Trennung seinerHeyrarh mit Margarethen von Valais, war diese Be-ruhigung ihm auf immer versagt. Seine Abgeordne«ten zu Rom, der Erzbischof von Urbino, und die Her-ren du Pernon, d'Ossat und Marguemont, hatten ihmindessen geschrieben, sie fänden den Pabft über diesenPunkt so nachgebend, daß er große Hoknungen schöpf-te, es durchzufttzen. Clemens Vl!l worein so guterStaatsmann, als irgend ein Fürst in Europa. UmFrankreich und die übrigen Reiche der Christenheit voreinem Rückfall in die Verwirrung zu bewahren, dersie kaum erst entgangen waren, sah er kein besseresMure!, als die Thronfolge in Frankreich zu sichern,indem er den König berechtigte eine neue Heyrath zuschließen, aus welcher er männliche Erben haben könnte.
Unsre Unterredung blieb an diesem Gegenständehängen, und ich merkte nun wohl, daß dies der Punktwar, der Heinrichs Unruhe erregte, aber dennockwußteich den wahren Grund derselben noch nicht. Er fiengan mir mir zu überlegen, aus welche Prinzessin vonEuropa er wohl seine Augen richten könnte, um sie zuseiner Gcmahlinn zu wählen, im Fall seine jetzige Ehegetrennt würde. Aber die Wahrheit zu sagen schickteer erst eine Erklärung voraus, durch welche die ganzeUntersuchung ziemlich unnütz wurde. Um nicht einenso gewagten Handel, als diesen, nachher bereuen zumüssen sagte er, und um sich nicht in das Unglück zustürzen, welches das größte von allen wäre, eine anKörper und Geist ungestalre Frau zu haben, verlangteer bey der, die er wählen würde, sieben Eigenschaften.Sie sollte schön, von der besten Aufführung, sanft,klug, fruchtbar, reich und von königlicher Abkunft ieyn.Natürlich fand er in ganz Europa keine, welche ,hm
völlig