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[3] (1792) (1792)
Entstehung
Seite
46
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Besorgnisse erneuert, und die gleichsam so viele verhaß-te Denkmäler bleiben, welche den Feind an die Ehr-sucht und die Beleidigungen des Siegers erinnern, einKeim des Neides, des Mißtrauens und des Hasseswerden, und den Staat von neuem in all das Elendzurück stürzen, das er in seinem Innersten noch nichtverwunden hat. Aus dieser Ursache getraue ich michzu behaupten, daß eS in dem jetzigen Zustande vonEuropa, für einen Fürsten fast gleich gefährlich ist,in seinen Unternehmungen glücklich zu seyn, oder zuscheitern; und daß das wahre Mittel einen mächtigenNachbarzu schwächen, nicht darinn besteht, sich mitseinem Raube zu beladen, sondern andre sich darinntheilen zu lassen.

Die ganze Aufgeblasenheit der protestantischenKabale fiel, sobald sie sahen, daß die Gesandten, aufdie sie so sehr rechneten , die Gesinnungen des Königsangenommen hatten. Sie urrheilten, daß der Frie-den bald auf diese Begebenheit folgen würde, und dach-ten nun nur darauf, w!e sie selbst, auf anständige Be-dingungen, sich diese allgemeine Wohlrhat zu Nutze ma-chen wollten. Es war ihr Glück, daß sie in einemAugenblick, wo man sie sehr gut für ihr ungeziemendesBetragen hätte züchtigen können, mit einem Fürstenzu khun hatten , bey dem die Vernunft stets Meisterinseiner Empfindlichkeit blieb. Man arbeitete nun vonbeyden Seiten an der Entwerfung dieses berühmtenVergleichs, welchen man das Edicc von Nantes nennt,und wodurch die Rechte beyder Religionen in der Fol-ge eben so dauerhaft gegründet als deutlich erklärt wer-den sollten. Schömberg, der Präsident de - Thou,Jeannin und Calignon bekamen den Auftrag' es auf-zusetzen. Ich werde weiter nichts davon sagen, alsdaß die französischen Calvinisten, welche bisher nur

durch