möchte, einen Theil der Soldaten zu verabschieden,und die Anzahl seiner Besatzungen, die dem Lande garzu sehr zur Last fielen, zu vermindern ; zwcy von denfünf Regimentern würden daher für die Picardie hin-reichend seyn. Er schickte auch blos die beyden erstenunter dem Marschall von Brissac dahin. Ich bestandzugleich auf der Nothwendigkeic, daß er sich in derHauptstadt von Bretagne wenigstens zeigen müßte.Dieses bewog ihn, seinen Plan zu andern, und aufeinige Tage dahin zu gehen , ehe er nach Paris zurück-kehren würde. Zu dem Ende suchte er die beydenAngelegenheiten, die ihn zu Nantes aufhielren, so-bald als möglich abzuthun.
Es war mehr als jemals nothwendig geworden,die, welche die Protestanten betraf, in Ordnung zubringen. Ihr kleiner Staat nahm sich in Frankreichsolche Freyheiten heraus, daß der König selbst vor ih-rem Ungestüm und ihrer Bosheit nicht immer sicherwar. Seine Vorstellungen an die Urheber des Kom-plets von dem ich geredet habe, schienen, anstatt siezu ihrer Pflicht zurückzurufen, nur im Gegentheil da-zu gedient zu haben, sie zu bewegen, daß sie das äus-sersts anwendeten, um auf ihren verschiednen Synoden-die ganze protestantische Partey zu den gewaltsamstenEntschlüssen zu bewegen. Die Frau von Rohan hatte«6 nicht unter ihrer Würde gehalten, sich bey Allendie größte Mühe zu geben, um e§ dahin zu bringen, daßman durch die Mehrheit der Stimmen beschlösse, denKönig zur Annehmung der Bedingungen, die manihm vorschreiben wollte, zu zwingen. Hierin hatteihr d'Aubignö, der wegen seiner veriäumdenfchen undsatyrischen Zunge bekannt ist, treulich beygestanden.(Zo) Er war es, der in diesen Versammlungen ge-wagt hatte zu behaupten, man müsse weiter kein Ver-trauen