Druckschrift 
[3] (1792) (1792)
Entstehung
Seite
16
Einzelbild herunterladen
 

i6 ^

hinein zu ziehen gesucht hatte. Dies beruhigte denKönig einigermaßen, indessen war doch immer zu be-fürchten, daß am Ende die Heftigsten durchdringenmöchten. Er befahl mir daher, an einige der Vor-nehmsten zu schreiben, um sie, wo möglich, zu ver-nünftigem Gesinnungen zu bringen, besonders idenHerzog von la Trömouille, von dem man wußte,daß er der vorzüglichste Beförderer des ganzen Kom->plors war.

Ich hatte bisher mit ihm immer in ziemlich ge-nauer Verbindung gestanden; und er hatte selbst ge-glaubt mir von diesen Versammlungen Nachricht ge-ben zu müssen. Aber die Absicht derselben hatte er mir Iverschwiegen; in seinen Briefen darüber bediente er sichso gesuchter Ausdrücke, daß ich leicht merken konnte, ^ 'Liese Herren sähen mich als einen Abtrünnigen-von sei-ner Partty an, und la Trnnouille wäre nahe dabey,sich zu empören. Dennoch suchte ich den Rest desVerhältnisses, in dem ich noch mit ihm stand, geltendzu machen, um wo möglich ihn wieder zu seiner Schul- jLigkeit zurüäzubringen. Ich schrieb ihm, wenn es ^auch wahr wäre,' daß der König so gegen sie dächte,als er es voraussetzte, so wäre es doch für ihn wederrühmlich noch groß, eine Erklärung zu erpressen, diesie-bloü der Nothwendigkeit zu danken haben würden. !Aber Heinrich habe noch für alle Reformiere seine al« jren Gesinnungen beybehalten; er sey nicht schuld an der !wenigen Gerechtigkeit, die die Katholiken ihnen wieder« !fahren ließen, denn er selber hätte nicht weniger vonLiesen auszustehen, klebrigenö möchten- sie erwägen,daß ein so zur Unrechten Zeit erlangtes Edict, ihnennickt die Vortheile bringen würde, die sie davon er§warteten. Die Katholiken, welche doch immer dieStärksten wären, könnten dieses vor fetzt sehr leicht

ver- !