die in der Arbeit schnell und mit der vollkommenstenMacht ausgerüstet waren. Er antwortete ihnen, der.jenige, dem er den Auftrag geben würde, sollte völligmit der königlichen Gewalt handeln; in Ansehung derübrigen Eigenschaften aber würde er keinen andern wäh-len, als mich, weil ich, obgleich der Jüngste, dochder arbeitsamste und sorgfältigste wäre. Dies sagte erin meiner Gegenwart, nachher erklärte er sich ik nochstärkern Ausdrücken darüber gegen Schömberg, (5)den er, im Begriff abzureisen, noch in seinem Hausebesuchte , weil er wegen seiner Unpäßlichkeit das Betthüten mußte, und gegen die Räthe, die sich in demZimmer des Kranken befanden. Er sagte ihnen, sowie er sich an mich allein Halten würde, wenn es ihman etwas fehlte, so lange er beschäftigt wäre, sich zuschlagen; so verlange er auch, daß in dem Finanzrathsich alles nach meinem Willen richten sollte. Vor sei»ner Abreise übertrug er mir feyerlich sein ganzes Ansehn,welches Schömberg so sehr verdroß, daß er lieber hin-gehen wollte, um bey der Belagerung zu dienen, als dieFinanzen meinen Befehlen unterworfen zu sehen. San-ey verschwand auch aus dem Kollegio, und nahm sei«ne Stelle als Obrister der Schweitzer ein.
Ich hatte deswegen nur noch größere Ursach, denFinanzräthen nicht zu trauen, welches ich auch bey Ge-legenheit der Triennal'S erfuhr. Nachdem ich das Edict,wodurch ihre Ernennung befohlen wurde, hatte bestät-rigen lassen,-dachte ich nur darauf, so viel Geld, alsMöglich war, aus diesen Bedienungen zu ziehen. Ummeinen Kollegen alle Gelegenheit abzuschneiden, umgeringe Preise damit ihre Verwandten und Freunde zubegünstigen, führte ich selbst dabey die Feder wie einSchreiber oder Untereinnehmer. Auch mit dieser Vor«sicht noch nicht zufrieden, gab ich dem Käufer einen
Zettel