Druckschrift 
[3] (1792) (1792)
Entstehung
Seite
6
Einzelbild herunterladen
 

6

diese Mittel auf Einmal gebrauchen sollte, sondern, weiles ungewiß war, wie lange der Krieg' dauren würde, sokönnte man Eins nach dem Andern anwenden, undmit den am wenigsten drückenden den Anfang machen.Zn Ansehung der Truppen glaubte ich, könne mannichts besserS thun, als sie aus denen Provinzen zunehmen , die sie zu ihrer Verkheidigung nicht mehrbrauchten. So schätzte ich Jsle de France und Ber-ry auf Ein vollständiges Regiment, Orleannois undTouraine auf ein zweyteS und die-Nsrmandie alleinauf ein drittes. Zedes dieser Regimenter sollte 1550Mann stark seyn, und von dem Tage seiner Ankunftvor Amiens an auf Kosten seiner Provinz erhalten wer-den, wofür diese das Reckt behielte, ihm ihren Na-men zu geben und die Offiziers zu ernennen.

Nach fünf Tagen trug ich meinen ganzen Ent-wurf zu dem Könige, die Belege waren in bester Formin i z Aussätzen enthalten. Er sckloß sich mit Fron-renac/d'Arambure, Lomenie, Beringhen, l'Osenaiund mir ein, um alles zu untersuchen. Nachdem iches vorgeiesen hatte, sagte ich ihm, mit diesen Hülfs«mittein müßte ihn nun nickts mehr von der Reise nachAmienS abhairen. llebrigens wären schon alle Vor«räche zu einem Lager in Picardie angeschafft, so, daßich ihm dafür stünde, daß seineArmee nicht nur Lebens-mittel im Ueberfluß, sondern auch alle die Waaren, dieMan bkos zur Beguemlichkeit braucht, daselbst eben soleicht und eben so wohlfeil als in einer Stadt findenwürde. Zch fezre hinzu, so schnelle Hülfe mein Ent-wurf ihm auch bey seinen jetzigen Bedürfnissen bringenwürde, so möchte er doch aber ja nicht denken, daßman so etwas üusführen könnte, ohne Frankreichs alteWunden, die noch lange nicht geheilt wären, noch durchneue zu vermehren. Man dürfe nur einen Blick auf

die