Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
298
Einzelbild herunterladen
 

Schluß der Beratschlagung auf den folgenden Tag inGegenwart derselben Personen. - So bald wir alleinwaren/befragte er mich dringend um die Ursachö meineöSchweigens, und ich legre ihm folgende Betrachtun-gen vor.

Es isr gewiß, daß man in der Versammlung derNotablen so thöricht für den neuen Plan eingenom-men war, daß der König, wenn er ihn nach derMn-nung des StaatSraths verwürfe und vernichtete, Ge-fahr lies, ein Mißvergnügen zu erregen, welches um de-sto wichtiger seyn würde, weil die veriammleten Staa-ten keinen Obern erkennen, der das Recht hatte, sie zuresvrmiren, selbst nicht den König. ist eine d'eywichtigsten Maximen in der monarchischen Regierungs-form, daß der Fürst vor allen Dingen sich hüten muß>seine Untertanen dahin zu bringen, daß sie ihm in dedThak, öder auch nur mit Worten ungehorsam werden.Außerdem hätte der König gerade zu gegen das Wokrgehandelt, welches er der Versammlung gegeben hatte/sich nach ihren Entschlüssen zu richten. Endlich wür-den auch alle die, welche daS Projekt in Vorschlag ge/ibracht, und die, welche cS angenommen hätten, btos'deswegen, weil eS verworfen worden wäre, harmäckiDdarauf bestehen, es als da§ wahre und beste System'anzusehn; und wenn nicht ein Anfang in der Aus-'Übung sie von dieser Meinung zurückbrächte, so würde«S immer heißen, es habe nur bey dem Könige gestan-den, die Ordnung, nach der man solangeseufzte, inFrankreich wieder herzustellen. Und män kennt dieNeigung der Völker, besonders derer, die einen lebhaf-ten Geist haben , von den Handlungen ihrer Fürstenübel zu reden. , / ^

Von der andern Seite aber war es cbeii so aus-macht, 'daß das Projekt gleich verderblich und unmög-lich in der Ausführung war. Die geringste Kennrniß ist