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Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
297
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nach der Erforderniß her verschiedenen Fälle, den lei-denden Theilen die Unterstützung gewährt, welche sienöthig haben, und so zu sagen das überfiüßige Blutder Gesunden in ihre Adern rinnen läßt.

Weil die dreyßig Millionen, wozu man die könig-lichen Einkünfte angeschlagen hatte, eine etwas zugroße Summe schienen, so wurde beschlossen eine neueAuflage zu machen. Diese bestand in der Erhebungeines SouS von jedem Livre auf alle Waaren undLebensmittel, welche im Lande sowohl im Großenals im Einzelnen gekarsst und verkauft würden. Manberechnete den Ertrag des Handels der Privatpersonenund die Ausgaben, welche zur Norhwendigkeic, zur Be-quemlichkeit und selbst zum LuxuS erfordert werden,und glaubte nun sehr sicher zu gehen, wenn man dieneue Auflage auf fünf Millionen schätzte. Man seg-nete tausendmal einen so glücklichen Einfall, ob er gleicheben so schimärisch, als die neue Berechnung fehlerhaft,war.

Nachdem die Versammlung ihr System derge-stalt einzeln durchdacht und vervollkommnet hatte, schick-te sie Abgeordnete an den König, um es ihm vyrzuschla-gen. Er empfing sie in seinem Staatsrath. DerUnwille, den das Prostet hier erregie, zeigte sich aufder Stelle durch ein so verwirrtes Schreyen und Ge-murmel, daß er große Mühe hatte, die Glieder so weitzu bringen, daß sie einzeln ihre Stimmen gaben. Eswar ein weites Feld, und Verdruß und Zorn machtenJedermann zum Redner. Als die Reihe an mich kam,sagte ich bloß ganz kalt, ich hätte zu allen diesen schönenReden nichts hinzu zu setzen. Heinrich, der mich genaubeobachtete, wunderte sich über meine Zurückhaltung.Er wollte erst mit mir reden, ehe er seine Stimme, wel-che für oder gegen das Projekt der Notablen entschie-den haben würde, geben wollte; er verschob daher den* Tz Schluß