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Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
286
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Mich irren. Ich war des Gegentheils so gewiß, daßich in Gegenwart aller meiner Kollegen, die der KönigHatte rufen lassen, d'Incarville ins Gesicht behauptete,er betröge sich um die Hälfte. Er antwortete, seineRechnungen wären sicherer als mein Gedächtniß, underbot sich den folgenden Tag einen Auszug von derganzen Ausgabe zu bringen. Ich sah wohl, woher ihregroßeZuversichr kam, und ich wollte sie bis auf den lez«ken Augenblick sich milder gewissen Hofnung desSie-geS schmeicheln lassen« Ja, ich hatte den Much, demKönig meine List zu verschweigen, und ohne ein Wortzu sagen, seine Vorwürfe darüber einzustecken, daß ichgegen seine Meinung die ganze- Summe aus den Hän-den gelassen hätte.

Den folgenden Tag wurden die Register gebrachtund genau durchgesehn. In der Ausgabe fand sichnicht die geringste Unrichtigkeit, sie wäre gar zu leichtZu entdecken gewesen; sie steckte ganz allein in der Ein»nähme und gründete sich darauf, daß man glaubte, ichhätte in derThat die Verzeichnisse verkehren, in welchenSie Anzahl und die Art derMünzsorten, die ich zu ver-fchiednen malen hatte in den Schatz tragen lassen be-tätigt war. Ich bewunderte im Geheim die Feinheitwomit man über das ganze Kapitel der Einnahme eineDunkelheit verbreitet harte, die für jeden, der nicht de«Beweis in Händen gehabt hätte, undurchdringlich ge-wesen wäre, und zugleich die Kunst, womit man dieserDunkelheit einen Anschein von Wahrheit und selbst vonaugenscheinlicher Klarheit gegeben hatte. Ich verlang-te nun mit einer angenommnen üblen Laune, welchediesen Herren ein Beweis meiner Niederlage zu seynschien, die Rezipisscn zu' sehn. Das Kollegium erbotsich, die General »Einnehmer über die Anzahl und Be-schaffenheit der Ladungen, die in den Schatz geliefertwären, vernehmen zu lassen. Ich antwortete, diese Un-ter-