ich unumgänglich die acht General-Einnehmer wiederin ihre Heimath schassen müßte, welche doch allein umdie Anwendung dieser Gelder wußten; so fürchtete ich,der Verläumdung zu viel Blöße zu geben, wenn ichnach ihrer Abreise eine so starke Summe allein in Ver-wahrung behielte: ich beschloß daher, sie in den könig-lichen Schatz zu legen. Der König, der sein Geldnur unter meinen Händen sicher glaubte, versuchte eini-ge male, aber umsonst, meine Zweifel zu heben. Ichwar entschlossen über diesen Gegenstand auch dem fern-sten Verdacht vorzubeugen, und ich bestand darauf,das Geld den beiden Schatzmeistern Mor-Fontaine undGobelin zu übergeben. Den König sprach ich gewisserMaßen zufrieden, indem ich ihm versicherte, ich wollteso sorgfältig über die Anwendung desselben wachen, daßnichts davon verloren gehn sollte. In Gegenwartder Einnehmer nahm ich so viel davon, ,alö nöthig war,den gegenwärtigen Dienst der Truppen zu bezahlen,die Unkosten einer Artillerie von 20 Bestücken, mitdoppelten Gespann, und 3020 Schüssen zu bestreiten,und einen Vorrath von anderm Belagerungs Gerüche,als Hacken, Schaufeln rc. anzuschaffen und nach Ami-ens zu fahren. Außerdem nahm ich noch 50,000 Tha«ler zum besondern Gebrauch und den kleinen Ausgabendes Königs welche bloö darin bestanden, ohne Vorwis-sen der Katholiken verschiedne alte Protestantische Offi-ziere und Soldaten, die ihm so nützlich gedient hat-ten, zu beschenken. Den Ueberrest, welcher sich nochauf 450,000 Thaler belief, berechneteich genau, undbehielt sorgfältig so wohl meine alten Verzeichnisse, alsauch die, welche die von dem Ganzen weggenommnenSummen bezeichnten. Weil ich aber zum. zweitenmal eine Probe machen wollte, wessen die Herren Fi-nanzräthe und ihre General-Einnehmer wahlfähig seynmöchten, so stellte ich mich, als ob ich wegen dieser Aus-gaben
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