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Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
276
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Reichs würden sich versammlen blos um die ungeheureMenge von Bureaus und Beamten abzuschaffen, be-sonders die Schatzmeister von Frankreich, welches dieunnützeste und zugleich die widerspennstigste von allenGemeinschaften im Lande wäre. Man würde nur den»jenigen ihre Stellen lassen, die sich durch eine Aufrich-tigkeit,welche bey dieser Gelegenheit für ihreAnhänglich-keit am gemeinen Besten bürgen würde, derselben wür-dig inachten. Aber diese Drohung richtete bey Leuten,welche insgeheim von dem Finanzrakh selbst aufgemun-tert und unterstützt wurden, gar nichts auö; und ichsah mich genöthigt, die Gewalt, die ich bekommen hat-te, zu gebrauchen. Ich untersagte den meisten von die-sen Arbeitern die Ausübung ihres Amts, und ließ ihrdGeschäfte durch Zween von jeder Ordnung verwalken,welche mir die vernünftigsten Grundsätze und das reinsteGewissen zu haben schienen. So bemächtigte ich michaller Register, Verzeichnisse und Rechnungen, welchemir zum Faden dienten, um in dies Labyrinth der Un-gerechtigkeit und Spitzbübereien zu dringen.

Was entdeckte ich da nicht? Wie ist es möglich,alle die Ränke undVerfeinerungen einer so gefährlichenKunst, die Verstellungen, Unterdrückungen, Verfäl-schungen und doppelte Anwendungen auseinander zusetzen, ohne noch von jener anscheinenden Verwirrungzu reden, hinter welchen diese versteckten Uebelchätersehr hell sahen, ob sie gleich Fremden nichts als Dunkel-heit und Finsternisse zeigten? Es sey genug, anzufüh-ren, daß ich bloS von den alten Schuldresten, die ichaufs Reine bringen ließ, und auS den bezahlten Postenund Wechselbriefen dieses und der drei) lezken Jahre,ohneMühe mehr als 500,000 Thaler zusammen brach-te, welche für den König wären verlohren gewesen.Wie hoch würde nicht die Summe gestiegen seyn, wennman von allen diesen Beamten die gerechten Wiederer-

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