zu Boden zu schlagen. Er entdeckte, daß das Kolle-gium so eben die Steuern von Normandie für'Zo,oooThaler verpachtet, und um die Kaffe auch noch um die-se Summe zu bringen, die so lief unter dem wahrenErtrag der Steuern stand, sie ganz und gar auf alteSchulden des königlichen Schatzes angerechnet hatten.Mir ein Tvenig Aufmerksamkeit überzeugte er sich nochüber dieß, daß die fünf großen Pachtungen eben auchfür den vierten Theil ihres Wertheö weggegeben waren,weil Zamct, Gondy und die andern Pachter, die siedurch die Nachsicht des Finanzraths übernommen hat-ten, mit diesen Herren den ungeheuren Prosit theilten,den sie daraus zogen. Aber auch das reichte nochnicht hin, um ihreHabsucht zu befriedigen, und sie hat-ten unter dem Vorwand des VerlustS von Calais,Cam-brai, Andres w. auf die übrigen königlichen Einkünfteso unmäßige Abzüge gestattet- daß sie sichtlich anstattzuzunehmen immer geringer werden mußten.
In dem gerechten Unwillen über diese Entdeckungließ der König mich rufen, und befahl mir, nach Pa-ris zu gehen, um zu fragen, woher eine so große Ver-schwendung der Gelder entstünde, wegen welcher er sichallein an den Finanzrach halten könnte? Ich antwor-tete ihm, da er wahrscheinlich den Befehl an Villeroi,meineBestallung auszufertigen, widerrufen haben müß-te, weil ich sie noch nicht erhalten hätte, so hätte ichauch kein Recht in das Kollegium zu gehen, und zuverlangen, daß man mich anhörte. „Was!" riefHein-rich, um den Vorwurf zu verbergen, den er sich inner-lich machte, ^,was! hat Beringhen Euch nicht schon„vor vierzehn Tagen Eure Bestallung und einen Brief„von Villeroy gegeben? Ich wette, der Tropf har eS„vergessen." Unterdeß ich auf seinen Befehl mich zurAbreise anschickte, um noch den Abend bis Claye zu ge-