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Alle diese Damen bewogen die Prinzessin, mich auf derStelle holen zu lassen. Von diesem Augenblick an, wosie meine Unschuld erkannte, beehrte sie mich mit einersolchen Zuneigung, daß sie keinen andern Vertrautenaller ihrer Geheimnisse mehr hatte. Sie war eö, diedie Heirath meiner ältesten Tochter mit dem Herzog vonRohan, ihrem nächsten Verwandten von der Seiteder verstorbnen Königin, ihrer Mutter, und dem Er-ben ihrer Güter in Navarra, in Vorschlag brachte undaus allen Kräften begünstigte. Damals war dem Kö-mg diese Heirath nicht recht; nachher aber kam er vonselbst darauf zurück. Als endlich die Prinzessin nachLothringen abreisete, und, wie man weiß, über denfranzösischen Hof ziemlich mißvergnügt war, sagte sielaut, sie habe nur Ursach mit drey Personen zufriedenzu seyn, und ich war eine von den dreyen.
Die Feindseeligkeiten zwischen der Partey des Kö-nigs und derLigue dauerten die Jahre 1595 und 1596hindurch in eben den Gegenden des Königreichs fort,die in den vorhergehenden d§r Schauplatz des Kriegsgewesen waren. In Bretagne standen die Herren vonAumont und Saint--Luc gegen den Herzog von Mer-coeur. Zn den mittäglichen Provinzen fielen eine Men-ge kleine Gefechte zwischen den Herren von Vemadvur,la Rochefoucault Chareauneuf, Saint-Angel, Lostan-ge, Chambaret und andern königlichen Offizieren aufder Einen, und den Herren von Pompadour, Rastig-nac, Saint-Chamanc, Montpezac, la-Capelle-Bi-ron und mehreren Ligisten auf der andern Seite vor.Die Niederlage bey Crocans, die Belagerung vonBlaye, die Eroberung von Agen, und der Tod desHerzogs von la Rochefoucault, sind die merkwürdigstenBegebenheiten, welche im Limosinischen und der um-liegenden Gegend vorfielen. LeSdiguieres setzte mit