fes gegen ihn zu bedienen. Er endigte mit diesen Wor-ten : „Kommt zu mir, damit Ihr mich noch genauer„von allem, was vorgefallen ist, unterrichten, und Euch„überzeugen könnt, daß ich Euch noch eben so lieb habe,„als jemals, sollte ich auch den alten Wahlspruch der„Bourbons, mag drüber knurren, (t^ui qu'en„Fi-oZno — buchstäblich: wer auch drüber grunzt) wer„will, wieder annehmen. Lebt wohl, mein Freund."An diesem herzlichen und vertraulichen Ton erkannte ichmeinen alten Herrn wieder. Dieser Brief war vomi7tcn, der erste vom 15cm May, beide von Amiens,wohin ich mitTageö Anbruch mich auf den Weg mach-te, und den folgenden Tag ankam. Ich verhehlte undverstellte nichts von allen dem, was zwischen der Prin-zessin und mir zu Fontainebleau vorgefallen war, undder König bezeugte mir durch seine vermehrten Liebko-sungen , daß er meine ganze Aufführung billigte.
Um nicht zu oft durch eine Erzählung, die überallihren Platz finden kann, den Faden der Geschichte zuunterbrechen, will ich hier mit wenig Worten alles, wasdiese Sache angeht, beendigen. La Varenne, der beyHofe den Auftrag hatte, den Vortheil der Prinzessinzu besorgen, unterließ nicht, ihr von der guten Auf-nahme, die ich bey dem König gesunden hätte, undvon der Neuigkeit, welche sich auszubreiten anfieng, daßich daö Haupt des ganzen Finanzwesens werden wür-de, Nachricht zu geben. Sie sah daraus leicht ein,daß sie nicht allein ihre Rache aufgeben müßte, sonderndaß es auch ihr Nutzen seyn würde, in der Folge miteinem Manne gut zu stehen, durch dessen Hände künf-tig alle Verordnungen wegen der Unterhaltung ihresHauses gehen würden. Vielleicht fühlte sie ihr Un-recht , oder wenn sie es noch immer auf meiner Seiteglaubte, so hatte sie die Großmuth es mir Zu verzeihen.
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