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Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
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gefertigt hatte. Ich erstaunte nicht wenig, statt dessel-ben nur den jungen BoLße, den Haushofmeister derPrinzessin ankommen zu sehn, welcher mir einen Briefnritbrachte, über den ich noch mehr erstaunte, als ich er-kannte, daß er von dem König war. Es war mir be-kannt daß Boeße derjenige war, den die Prinzessin ihrerSeitö an ihren Bruder gesandt hatte, und ich sah, daßdieser Brief offen an sie geschickt worden war, und daß!ch ihn nicht eher erhielt, als bis sie ihn in Händen ge-habt, und mit ihrem Siegel besiegelt hatte. Alle die-se Zeichen ließen mich an meinem Unglück nicht mehrzweifeln; eine traurige Ahndung sagte mir es vorher,»md ich erbrach den Brief mit Zittern. Sie wurde»rur zu gut erfüllt. Anstatt des Lobes und der Beweisevon Güte und Zutrauen, womit Heinrichs Briefe anmich gewöhnlich erfüllt waren, trafen meine Augenbloö auf einen herben Befehl, der Prinzessin Genug-tuung zu geben.Seine Majestät," so hieß es,"könne nicht zugeben, daß ein Umerthan eine Prinzes-sin, und seine Schwester, beleidigte, ohne ihn so gleichdafür zu bestrafen, wenn er nicht durch Unterwerfungseinen Fehler wieder gut machte.

Dieser Streich, ich gesteh' es, schlug mich zuBoden, und das um so mehr, da ich gar nicht denkenkonnte, daß mein Bote dem König meinen Brief nichtsollte überbracht haben, und ich daher sähe, daß, selbstnachdem er ihn gelesen hatte, er mich so behandelte.Welche Betrachtungen stellte ich damals nicht über dasUnglück an, zu Ausgleichungen unter Großen gebrauchtzu werden, und über die Gefahr, Königen zu dienen?In Hinsicht auf Heinrichen warf ich, mir nichts vor.Ich hatte ihm vier und zwanzig Jahre mit einer Un-verdroffenheit und einem Eifer gedient, den nichts er-kalten konnte. Wider meinen Willen harte ich einen

so