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sehr mittelmäßiges Vermögen eingeschränkt zu sehen;denn eS könne ihr nicht unbekannt seyn, daß der Kö-nig, auch außer seinen ansehnlichen Geschenken, indemer ihr die Güter, welche sie genöße, überlassen hätte,mehr mit seinem Hei zen, als mit den Gesetzen und Ge-bräuchen von Navarra, nach denen sie nur sehr wenigwürde bekommen haben, zu Rache gegangen wäre.
Diese lezten Worte rissen sie wieder ihren Willenaus der Kälte und dem höhnischen Wesen, welches siezu zeigen sich bestrebte, um sie in die heftigste Wuch, der«ine Frau fähig ist, zu stürzen. Nachdem sie ihr durchalles was der Zorn eingeben kann (diese Erzählung istschon zu lang, um es noch her zu setzen) Luft gemachthatte, gieng sie in ihr Kabinec und ich zog mich sachtenach der Treppe zurück. Als ich herunter gieng, kamdie Frau von Neufvy gelaufen, und sagte mir, dwPrinzessin wollte den Brief haben, den ich ihr gezeigthätte. Dies war eine neue List von diesen vier Frauen,welche sie überredet hatten, daß sie wirksamer meineUngnade bey dem König würde befördern können, wennich seinen Brief aufgeopftrt zu haben schiene. Ich merk-te die Schlinge, und antwortete der Frau von Neuf-vy , es schiene mir wunderbar, daß die Prinzessin mirjezt den Brief abfordern ließe, da sie doch vorher sichgeweigert hätte, den Inhalt desselben zu hören. Ichkönnte ihn Niemanden, als der Prinzessin allein mir-theilen, und ihn ihr auch nur blos vorlesen, weil ichselbst ihn behalten müßte. Dies war nicht, was dieBotschafterin gewollt hatte; sie kehrte zurück ohne einWort zu antworten.
Ich gieng den Abend bis Moret, wo meine Ge-mahlin war, hielt mich aber hier nur vier und zwanzigStunden auf, und eilte dann nach Paris dem Kurierentgegen, den ich von Fontainebleau an den König ab«N- Denkwürdig?. II- R gcfcr-