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Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
255
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so habe ich geglaubt, dieNothwendigkeit die mich dazubrachte nicht besser rechtfertigen zu können, alö wenn ichunsre Unterredungen mit denselben Worten, die dazu 'Anlaß gaben, treulich hersetzte. Obgleich meine Eigen-liebe durch eine so unwürdige Behandlung tief verwun-det wurde, so hatte ich doch in dem Augenblick genugHerrschaft über mich selbst, und genug List um nichtsdavon merken zu lassen. Ich sage List, denn hätte ichnur die geringste Veränderung auf meinem Gesichte,oder Bitterkeit in meinem Ton gezeigt, so würde diePrinzessin ohne mich anzuhören sich entfernt, und einenTriumph davon getragen haben, den ich natürlicherWeise wenigstens in Gegenwart der Personen, die da-ran Ankheil hatten, oder auch nur Zeugen waren, et-was nieder zu schlagen wünschte.

Ich nahm daher das Wort mit einer angenomnenSchüchternheit, wie ein Mensch, der sich gern entschul-digen möchte. Um sie zu bewegen, mich bis zu Endeanzuhören, sagte ich ihr gleich zu erst, es thäte mir un-endlich leid, daß sie durch böse Rachschläge bewogenworden wäre, in meinen Worten etwas zu finden, wasich gar nicht hätte hinein legen wollen, und daß mirdieses von ihr eine Behandlung zugezogen hätte, dieich nicht verdiente. wäre mir leicht, sie von meinerUnschuld in Ansehung aller der Vorwürfe, die sie mirmachte, zu überzeugen. Um mit dem anzusangen, wasden Grafen beträfe, so wüßte sie selber, daß ich bey al-lem, was ich von ihm gesagt, stets hinzugefügc hätte,ich vor meine Person wäre von der Rechtschaffenheitseiner Gesinnungen überzeugt. Durch diesen Einganghielt ich die Prinzessin auf,' sie glaubte gewiß noch dasVergnügen zu genießen, mich zu ihren Füßen um Ver-zeihung stehen zu sehen.,

Mit