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Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
254
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zwey Worte zu fassen und mir die Lust zu benehmen,mich mit meinem Aufträge zu brüsten , es wäre sehrunklug und sehr unbesonnen von mir, mich in die An-gelegenheiten einer Person zu mischen, die so weit übermich erhaben wäre; ich wäre nichts, als ein kleinerLandjunker, dessen größte Ehre darin bestünde, daß erjung in ihrem Hause ernährt worden wäre; weder ichnoch meine ganze Familie hätten leben können, wennwir nicht den Prinzen von Navarra den Hof gemachthätten. Meines Gleichen aber, wenn sie sich vergäßenund sich zwischen hohen Personen einmischen wollten,hätten immer das Schicksal, früh vder spät aufgeopfertzu werden, ohne daß ihnen die Ehre zu Theil würde,Aufsehn erregt zu haben. Diese ganze Stelle war tref«lich ausgearbeitet, und von Weiberhand. Und da siewohl wußte, daß Niemand, selbst der Graf von Soiftsons nicht, wenn er gleich Prinz vom Geblüt war, sol-che Reden hätte gegen mich führen dürfen, so setzte sienoch hinzu, als das beleidigendste, was sie hatte ersin-nen können, es wäre nicht allein in ihrem, sondern auchin des Grafen Namen, daß sie so Mit mir spräche.Der Schluß war dem Ganzen angemessen. Er bestandin einer sehr heftigen Drohung, mich mit einem einzi-gen Worte bey dem König zu stürzen, und einem Ver-bot, mich niemals, wo sie auch seyn möchte, vor ihrenAugen sehen zu lassen.

Ich glaube nicht, daß irgend ein Unterschied desStandes oder Geschlechts das Recht geben kann, eineReihe so beleidigender Ausdrücke zu gebrauchen. Esgeschieht warhaftig nicht aus Eitelkeit, daß ich sie her-setze. Aber weil die Prinzessin von den Worten zuThaten schritt, und mich zwang, zu meiner Vercheidi«gung zum ersten male die Ehrfurcht aus den Augen zusetzen, die ich der Schwester meines Herrn schuldig war;

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