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Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
252
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Die Prinzessin, über einen so plötzlichen Abfall er.staunt, fragte mich nicht ohne Grund, ob ich ihr wei»tcr nichts zu sagen hätte; denn es ist wahr, daß ichmir viele Mühe gegeben hacke ohne eben weiter-zu kom«men. Ich antwortete ihr, es bliebe mir noch manchesübrig. Es war über unsrer langen Unterredung Abendgeworden, und ich hoffte, sie so ermüdet zu haben, daßsie mich völlig abfertigen würde. Aber ich hatte michgeirrt; sie entließ mich nur bis auf den folgenden Tag,und das mit einem zugleich schalkhaften und mürrischenWesen, welches, nebst einem Wink mit den Augen, -und einigen abgebrochncn Worten über den Streich,den ich ihr zu Chartres gespielt hatte, die ich beymHinauSgchn hörte, mir von sehr übler Vorbedeutungschien.

Nur der Eingebildetste von allen Menschen hätte.nun noch sich schmeicheln können, sie zu überreden; auchwar ich weit emfernt von diesem Gedanken, und ichwürde sehr froh gewesen feyn, hatte sie, als ich sie ver-ließ, mir bcfohlm, nicht wieder vor ihre Augen zu kom-men. Den folgenden Tag zu dLr mir bestimmtenStunde, gleich nach ihrer Mittagstafel, gieng ich wie»der hin. Sie hatte sich früher als gewöhnlich in ihrKabinek begeben, und daselbst mit der Frauen von Ro-han, von la Guiche, la Barre und von Neufvy einge«schloffen, von welchen Allen ich keine guten Dienste er-ivarcen konnte. Ich blieb im Vorzimmer und untcr-redete mich mit den Frauen von Gramm und Paugeacund zwey andere Fvauleins, die eben so gut, als dieandern übelgesinnt wapen. Ich gestand ihnen, daß iches nicht würde ungern gcsehn haben, wenn sie die StelleDer andern Damen in dem Kabinec der Prinzessin ein-genommen hätten, welche, wie ich gewiß wäre, ihr indiesem Augenblick sehr schlecht riechen. Sie suchten

mir