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Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
249
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sich bemühte. Nur die Hofnung , daß eine Rede, dieihr so wenig gesiel, vielleichtauf eine für ihre Liebe an-genehmere Art endigen möchte, zwang die Prinzessinbeynahe wieder ihren Willen, zuzuhören. Ich sah esdeutlich an der abwechselnden Blaße und Röthe, dieauf ihrem Gesicht die vorübergehenden Zornwolken an-zeigten.

Indessen fuhr ich fort, ihr mit der möglichstenSchonung alle die Ursachen zur Unzufriedenheit vorzu«stellen, weiche der Graf dem König gegeben hatte, undbesonders seine Entweichung in Bourgogne, die selbsteine Geliebte nicht wurde entschuldigen können. Da-bey unterließ ich sorgfältig nicht, sehr oft zu widerholen,ich für meine Person hielte den Grafen weit entferntvon den Gesinnungen, die man, seines Betragens we-gen , ihm vielleicht beymeffen könnte. Ich ließ sie be-merken, was dieses für Folgen grade jezt in Ansehungdes gegen die Prinzessin von Conde angefangnen Pro-zesses haben müßte, weswegen der junge Prinz, dernoch ein Hugenot war, ungewiß über sein Schicksalin einer Art von Verbannung zu Röchelst lebte. DieSache war eine von denen, wo das Recht allein nichthinreichend ßst, und es würde den 'Anhängern des jun-gen Prinzen schwer geworden seyn, alle die Beschuldi-gungen gegen dieMutter zu widerlegen, und dem Sohnseinen Rang als ersten Prinzen vom Geblüt und wahr-scheinlichen Kronerben'zu versichern, wenn nicht derKo-'nig in der Folge den Prozeß unterdrückt und dadurchdie Rechtfertigung der Einen .und die Vertheidigung desAndern selbst übernommen hätte. Ich gab der Prin-zessin zu verstehen, daß derGrasvon Soiffonö jezt seinSchicksal in Händen hatte; daß er aber die gute Ab-,, sicht des Königs sich so schlecht zu Nutze machte, daßer, bey einer Gelegenheit, wo es für ihn auf nichts ge-

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