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Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
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denen ausnehmen, womit sie diese Art von Dienern be-lohnen.

Das war also der Mann der die Führung derFinanzen zu einer Zeit hatte, wo es scheint, daß sie eineganz andre Gestalt hätten annehmen sollen, weil Mai-rressen und Günstlinge aus dem Kabinet verbannt wa-ren. Aber was man am meisten bewundern wird, ist,daß der König bey seinen dringendsten Bedürfnissen,nicht einmal wenigstens den Vorzug genießen konnte,seine eignen Einkünfte mir dem Oberaufseher zu thei-len. d'O bekümmerte sich wenig darum, ob Heinrichoft um einer geringen Summe willen eine Stadt odereinen Gouverneur verlohr, unterdessen Er seinen eignenVergnügungen nicht das geringste entziehen wollte.Lieramont, der Gouverneur von Catelet, wendete sichan mich, um bey dem Herrn von O um die Bezahlungseiner Besatzung nachzusuchen. Ich fand die Sacheso wichtig, daß ich meinen Widerwillen überwand, undmeinen Auftrag auörichtete; aber vergebens. DerOberauffeher sagte, nachdem ich ihn verlassen hatte, zuEdouville und Mouffy, er wollte eben so gern diesenOrt in den Händen der Spanier als der Protestantensehn (tieramont war reformirt). Mouffy, der meinVerwandter war, sagte mir wieder, und ich erklärtedem Oberaufseher, daß ich ihn zur Rechenschaft ziehenwürde, wenn der Ort wegen dieser nicht erfolgten Aus-zahlung verlohren gierige; er machte sich aber nicht vielaus meiner Drohung.

Des Königs gutes Glück befreite ihn wenige Tagenachher durch eine Krankheit von diesem schlechten Die-ner. Das sonderbare bey diesem Tode war, daß die-ser Mann, dessen Reichrhum das ganze Geld des Lan-des war, mit dem er fast unumschränkt schaltete, undder in der Pracht seines Aufzuges, seiner Möblen und