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Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
174
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sechs Wochen innerhalb ihrer Mauern eirizuguartreren.Nachher griffen sie mit einer Batterie von zwölf Kano-nen das Schloß förmlich an, und trieben die Belage-rung so lebhaft, daß sie am Ende die ligistische Be-satzung ganz hinaus jagten. Ich werde bald auf dieBegebenheiten in Bourgogne kommen, die ich jezt nurverlasse, um die Angelegenheiten in der Hauptstadt zuerzählen.

Ich sah, daß die Kräfte des Kardinals von Bour-bon von Tage zu Tage so gewaltig abnqhmen, daß ichsein Ende nahe glaubte und daher in Paris blieb, umdem König sogleich Nachricht davon zu geben. Er starb,ohne über seine Pfründen die Anordnung gemacht zuhaben, die ihm so sehr am Herzen zu liegen schien. DenKönig rührte sein Verlust; er war ein guter Verwand-ter, und ein ihm eifrig zugcchaner Diener gewesen.Heinrich schrieb mir, er würde von den Leuten, die nachder Beute des Kardinals begierig wären, so geplagt,daß er, um ihrer los zu werden, gesagt hatte, er hattesie schon vergeben. Seine Absichten mit diesen Pfrün-den waren folgende. Weil man bey dem Vergleichmit dem Abt von Tiron ihm verschiedne Abteien gege-ben hacke, die dem Kanzler und dem Gouverneur vonPonc> de-l'Arche gehörten, diese aber von dem Nach-laß des Kardinals eine Entschädigung verlangten, dieDoppelt so viel werkh war; so wollte der König, mansollte den Abt von Tiron bewegen, diese Abteien zurückzu geben, und dagegen das Erzbißchum von Rouenanzunehmen, welches wenigstens ZO,ooo Livres Ein-künfte hatte, das aber der König mit einer Pension von4,000 Thalern beschwerte, welche dem Ritter vonL)rse versprochen war; das Lust-Schloß Goillon be-hielt der König für sich, doch so, daß er es dem Abcsbkaufte, und mir gab erden Auftrag, ihn zu diesem

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