gelassen hatte. Außerdem, daß er schon einen großenTheil dieser Provinz inne hatte, so war die Nähe vonSavoyen, Franche-Comw, Lothringen, derSchweitzund Deutschland, von wo er große Unterstützung zuerhalten hoffte, ein neuer Bewegungsgrund für ihn,bey diesem Lande stehen zu bleiben. Der Pabst undder Kaiser schienen seine Absichten zu genehmigen. Erkonnte das Recht der Eroberung noch durch eine form,liche Abtretung von Seiten Spaniens unterstützen,welche dieser Hof ihm um so leichter würde zugestanden ,haben, weil er dadurch ein altes Recht auf Bourgognrerneuert hatte, das zwar seit langer Zeit abgethan ist,dem er aber noch immer nicht entsagt haben will. Allediese Wahrscheinlichkeiten machten, daß viele schonglaubten, man würde das alte Königreich Burgundwieder aufleben sehen. Die Art, wie sich der Her-zog von Mayenne so wohl den Rest dieses Jahrsals auch bis zum April des folgenden in diesen Gegen-den betrug, unterstützte diese Meinung, und nach denBriefen, die ich zu Paris in den Händen des Kardi-nals von Bourbon gesehn habe, kann ich weniger als«in andrer über seine Absichten in diesem Punkt zweifeln»
Zum Unglück für ihn aber hatttn die Einwohnervon Bourgogne keine Lust, einen Unterthanen zu ihremHerrn zu machen. Nie haben sie auffallendere Probenvon ihrer Treue gegen ihren Fürsten gegeben. DerHerzog wollte gleich Anfangs sich der Stadt Aeaune (versichern, indem er eine zahlreiche Besatzung hineinlegte, aber die Bürger lehnten sich gegen sie auf, schlu-ggen sie, und zwangen sie, sich in das Schloß zu flüchten.Weil sie aber von hier aus ihnen viel Schaden thunkonnte, so sicherten sie sich mit Barrikaden gegen dasSchloß, und rüsten den Marfchall vonBiron zu Hülfe,welchem sie erlaubten, sich mit seiner kleinen Armee
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