l68
bey Hofe ausbreiten sollte, als hatten die Calvinistensie wirklich gemacht und wären im Begrif sie auszu-führen ; dadurch sollte der König bewogen werden, ge-gen sie loszubrechen, und Bouillon wollte also durchdiese List die Hugenotten zu dem Entschluß bringen, dener wünschte aber ihnen nicht öffentlich anzurathen wag-te, denjenigen zu ihren Anführer zu wählen, dem dieKlagen und der Haß der Katholiken sie, als ihremVercheidiger, in die Arme liefern würden. Alles, wasseitdem vorgefallen ist, hat mich in diesem Gedankenbestärkt.
Nachdem der Herzog mich seiner Meinung nachso zum Werkzeug seiner Absichten gebraucht hatte, sosiel ihm ein, daß er dabey mehr verliehren als gewin-nen würde, wenn jezt, da er des Königs Hülfe nöchighatte, dieser daraus einigen Verdacht zu seinem Nach-thcil schöpfte. Den feinsten Zug seiner Politik hatteer mir bis zulezt aufbewahrt: die Versicherung nehm-lich, daß zwar in der That alle diese Vorschläge ihmgethan wären, daß er aber, weit entfernt sie anzuneh-men und seine Unterstützung dazu anzubiethen, sich dieäußerste Mühe gegeben hätte, die Gemächer zu besänf-tigen , aber er wäre nicht so glücklich gewesen, dies zuStande zu bringen. Ich weiß nicht, ob es möglichist, sich mehr Falschheit und Arglist zu denken. Wennder Herzog von Bouillon sich schmeicheln konnte, daß ichhinter diesen Verhüllungen nichts von den Angelegen-heiten der Protestanten, und den Gesinnungen der Auf-rührischen entdecken würde: so konnte er doch wenig-stens nicht vermeiden, daß ich nicht etwas von seineneignen Gesinnungen gegen den Fürsten, den er verrieth,gemerkt hätte.
Ich beantwortete eine Rede, die so durch Um-wege gieng, mit weiter nichts, als indem ich genau die
Wahr-