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Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
165
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ke-'t ans/um mir zu beweisen, daß da die Erniedrigungdes Hauses Oesterreich da§ Hauptinteresse des Königswäre, er diesen Zweck nicht anders, als durch die Pro-I testanten erreichen könne, mir welchen er stets aus das

I genauste vereinigt seyn müsse. Er setzte voraus, daß

! die Abschwörung des Königs nur ein nothwendiges Ce-! remoniel wäre, welches an ihm blos das Aeußere ver-ändert hatte; und er glaubte dies durch ein Paar lustigeEinfälle über einige abergläubische Gebräuche der ka-tholischen Andächtler, über die Betleimönche, und' denjesuitischen Doppelsin, hinlänglich bewiesen zu haben.

Er hielt hier inne, als fürchtete er, sich zu srey zuerklären, und sah mich mit einer verstellten Unruhe starran. Ich hatte ihm zugehört, ohne ihn zu unterbrechen;

! unvermerkt entdeckte ich so alle die Einfälle, die durchdiesen ehrgeitzigen Kopf fuhren. Aber blieb mirnoch viel zu wissen übrig, und dazu, glaubte ich, käme^ es nur darauf an ihn dahin zu bringen, daß er lange> redete, denn es ist unmöglich, daß ein Mensch, der zui gleicher Zeit eitel und ein großer Sprecher ist, nicht amEnde alle seine Geheimnisse verrathen sollte. Ichlächelte daher, und nahm die Mine an, als ob ich vonseinem Geist, seiner Politik und seiner BeredtsamkeitzurBewundrung hingerissen würde. Dieö schmeichelteihm auf eine angenehme Art, er ließ sich nicht drängenund nahm das Wort wieder; jezt kam er auf daö wah-re Interesse der Rcformirten bey dem dermaligen Zu-stand der Sachen in Frankreich, womit er mich bekanntmachen wollte. Hier mußte ich mehr crrathen, als ermir sagte; es sey nun, daß, weil er aus Furcht sich zuvergessen immer auf sich Acht gab, sein Ausdruck durchden innern Zwang litte; oder daß er glaubte, die As«fecraiion eines geheimnisvollen Ausdrucks mache seinerPamy und ihn? selbst Ehre; ober endlich, daß das,

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