zeigte mir mit großer Gefälligkeit die Vestungswerke,die er bey seinem Schloß Sedan anlegen ließ, unddurch die er sich versichert hielt, daß es unüberwindlichseyn würde. Ich urchcilte anders davon ; aller Auf-wand, den der Herzog dabey machte, konnte nicht hin-dern , daß der Ort nicht durch seine Lage viele Blößengab.
Die Belagerung von Laon, nach der der Herzogvon Bouillon mich fragte, gab uns Gelegenheit, aufgenauere Umstände zu kommen. Nach wiederholtenVersicherungen seiner Anhänglichkeit an den König?fragte er mich » ob Sr. Majestät sich nicht entschließenwürde , die Niederlande mit Krieg zu überziehen, dasie ihm so manche Ursach dazu gegeben hätte». Ersprach von diesem Projekt als von einer Idee, derenAusführung er sehnlich wünschte. Er brestete sich überdie.Vortheile dieses Krieges aus, über'die Art, wieman Lupenburg, Lüttich und Namür angreifen könnte,über die Verständnisse, die er zu diesem Ende mit denvornehmsten Flandrischen Städten unterhielte, undüber die mächtigen Hülsstruppen, die er dahin zu führensich erboth. Es> war mir gar nicht schwer zu glauben,daß er mit allen Kräften daran würde gearbeitet haben,einen Krieg glücklich führen zu helfen, dessen Früchteer allein genossen hätte. Für den König konnte er beyweitem nicht so vortheilhaft seyn; vielmehr war, in Be-tracht seiner, dieser schöne Plan eine bloße Chimäre.Auch fürchtete der Herzog, man möchte ihn bey Hofelächerlich finden, und deshalb gab er sich so großeMühe,ihn mir in den Kopf zu setzen, indem er ihm den schön-sten Anstrich gab, und das alles mit einem Anscheinvon Uneigennützigkeit, die mich hätte täuschen können.Nachdem er viel über Flandern geredet hatte, vertiefteer sich in die Politik. Er kramce alle seine Beredsam-keit