Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
163
Einzelbild herunterladen
 

knüpft zu haken schiene, bewöge ihn, sich meiner vorzüg-lich vor allen Andern zu bedienen. E§ gierige in sei-ner Seele nichts von dem, was ich für ihn thäte, ver-' loren; und er wüßte mir besonders für meine Auf-I merksamkeft Dank, alle Verbindungen zu vermeidenoder abzubrechen, welche im Stande wären, meine»l Eifer für ihn kälter zu machen. Er umarmte mich

! zärtlich indem er diese Worte sagte, und setzte mir einer

Gutheit, die mich äußerst rührte, hinzu, er bäthe mich,für meine Sicherheit zu sorgen, weil ich durch Ortsgehen müßte, die in der Gewalt des Hauses Guisswären; und mich sorgfältig für einen Fürsten, der michliebte, zu erhalten. Große Herren, die so ansan-gen, können nicht anders als gut bediene werden.

Ich war zum Glück eben ganz gut mitGelbe ver-sehen, das ich von Roßny und Moret, wo meine Ge-mahlin war, hatte kommen lassen, und daher im Stan-de, ohne Verzug die Ungeduld des Königs, mich un-terwegeS zu sehn, zu befriedigen. Drey Stunden,nachdem ich seinen Befehl erhalten hatte, holte ichmeine Leute von Bruyereö, und kam in Begleitungvon 2 z wolbewehrren Reutern in vier Tagen ohne ir-gend einen üblen Vorfall im Angesicht von Sedan an»Der Herzog, der meine Ankunft erfahren halt., kammir bis an das Dorf Torcy, welches die Gränze zwi-schen diesem kleinen Staat und Frankreich macht, ent-gegen. Er stieg vom Pferde, und nahm einen trauri-gen Anstand an, um mem Kompliment zu empfangen,und den Brief des Königs zu lesen. Alsdann über-häufte er mich vor meine Person mir Höflichkeiten, schienentzückt, daß der König Mich gewählt harre, und be-stand ungeachtet meiner Bitten darauf, mich als einenwirklichen Gesandten zu behandeln. Ich wurde präch-tig logirt und mein ganzes Haus ftey gehalten. Er

L s zeig-