Niemand bey uns, daß es den folgenden Tag zu einerHauptschlacht kommen würde. Die beiden Lager wa«ren so nahe bey einander, daß wir in dem unsrigen ihreTrompeten und den Anruf ihrer Soldaten hören konnten.
In der Mitte des Feldes, das uns ven den Fein-den trennte, war ein einziger, beinahe runder Hügel,der mir, wenn sie sich desselben bemächtigten, von deräußersten Wichtigkeit in Ansehung der belagerten Stadtschien. Der König schickte mich ab, ihn zu rekognos-circn, und gab mir zwey Achkpsünder mit, um damitein Regiment, welches auf seinen Befehl sich daselbstverschanzen mußte, zu unterstützen. Ich lies; eine Hüt-te für mich machen, und Heinrich fand alles im Stan-de, als er diesen Posten besuchte. 'Am andern Mor-gen nahmen die Feinde ein noch trotzigeres Ansehn anals gestern, begonnen mit allen ihren Muöketiern einScharmützel, und suchten sich eines kleinen Geholzeszwischen beiden Lagern zu bemächtigen. Es geschahenmehr als 50,222 Schüsse aus dem kleinen Gewehr beyder Gelegenheit, aber mit so wenig Wirkung, daß Pa«rabere, der den Abend auf meinem Hügel bey mir spei-sete, mir versicherte, es wären nicht zwanzig Mann ge-tödter, und etwa zweimal so viel verwundet. DieNacht brach über allen dem Gelärme ein, und die feind-lichen Generale, die gar nicht Lust hatten, sich weitereinzulassen, nutzten sie, um in der Stille ihren Rückzugnach la Fere zu machen. Der König ließ sie entfliehen,um nicht von seinem Hauptzweck abzukommen; er be-gnügte sich mit dem Schimpf, womit diese lächerlichen,vergebens gemachten großen Anstalten sie bedeckten.