Siebentes Buch.
9?ach dieser Begebenheit bin ich wenig mehr
in dem Lager vor Laon gewesen. Es entssan-den Schwierigkeiten bey den Vertragen, besonders beydem mit dem Baron von Medavy, welche mich nöthig.ten, auf Befehl des Königs eine Reise nach Rouen zumachen; dann gieng ich wieder nach Paris, und end-lich noch weiter nach Sedan.
Der Herzog won Bouillon gab mit jedem Tagedem Köilig neue Ursachen zur Unzufnedenyeil. Er-härte sich, als Heinrich ihn zu der Heirath mit derErbin von Sedan verhalf, verbindlich gemacht, ihmeine gewisse Anzahl Truppen zu-uführen. Aber erhatte nicht nur seine Verpflichtung nicht erfüllt, son-dern auch sogar die Mannschaften zurück behalten, wel-che ihm der König gegeben hacke, um seine Grenze zubedecken, bis er im ruhigen Besitz seines neuen Fürsten-thumö wäre; und er hatte deswegen bey Sr. Maje-stät gar nicht um Erlaubniß angehaltcn, ja, nicht ein-mal sich entschuldigt, daß er sie nicht wiederschickte,und auch von der Lage seiner Angelegenheiten nicht diegeringste Nachricht gegeben. Seine neue Würde hatteihn so eitel gemacht, daß er in Europa als ein ansehn-licher Poren.ac wollte betrachtet seyn. Was er voneinem so schwachen und eingeschränkten Staat, als derseinige, nicht erwarten konnte, das suchte er durch alleAnen von heimlichen Schlichen und Znrriguen an denbenachbarten Höfen zu erlangen. Alle unruhigen K öpfeund Mißvergnügte in ganz Europa waren sicher, in