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Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
156
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nem eignen Lager. Er gab gleich Zwölfen von uns,die ihm grade vorkamen, Befehl, nach den verschisdnenQuartieren der Kavallerie, deren Liste er stets in derTasche trug, zu jagen, daselbst Lerm zu machen, undsie anzutreiben, alle nach dem Hauptquartier zu eilen.Ein Theil von uns mußte zu gleicher Zeit zu der In.fanterie reiten, um sie in Bataillons aufmarschiren undzwischen dem Hauptquartier und den Laufgraben ihreStellung nehmen zu lasten. Er stieg zu Pferde indemer diese Befehle gab, und ob er gleich mit verhängtemZügel jagte, so gab er Jedem, dem er begegnete, seineOrdre mit derselben Genauigkeit und auch eben soweitläuftig, als hätte er sich schon seit langer Zeit zueiner Schlacht vorbereitet. Dieser außerordentlichenSchnelligkeit und seiner bewundernswürdigen Gegen-wart des Geistes, der auch nicht der geringste Umstandentgieng, wo jeder andre an seiner Stelle, stak einenzusammenhängenden Plan zu entwerfen, kaum fähiggewesen wäre irgend einen vernünftigen Entschluß zufasten, hatten wir es auch zu danken, daß die FeindeNiemanden überraschten. Dies rettete vielleicht dieganze Armee von dem äußersten Unglück, denn es istnicht zu leugnen, daß, wenn die feindliche Kavallerie,welche in demselben Augenblick (da Heinrich ankam)an der Spitze des Lagers erschien, und mit außerordent-licher Geschwindigkeit in Schwadronen aufmarschirte,einmal Schrecken unter den Soldaten verbreitet hätte,' und dies würde beinahe unausbleiblich haben erfol-gen müssen, wenn sie sie in Abwesenheit des Königsund eines Theils der Offiziere überfallen hatte, sowürde ihr leicht geworden seyn, in dem ersten Augen-blick der Verwirrung mehrere Quartiere aufzuheben,und vielleicht hätte die Furcht ihr den Nest der Armeein die Hände geliefert.