Absicht beylegen; aber wie viele gab es wohl unter rie-sen so eifrigen Katholiken, welche nicht einen ähnlichenGrund hatten, als Biron, der nur, seitdem er die Hof-nung verlohren hatte, Gouverneur von Laon zu wer»den, diese Reden ausstreuete?
Dem sey wie ihm wolle, so glaubte ich, e§ seyklüger, das Ansehn des Königs nicht so wegen einesHaffes zwischen Predigern und Theologen in seiner Ab»Wesenheit aubzusetzen, und ich zweifelte nicht, daß ecselbst bei) einer solchen Gelegenheit den Weg der Mä-ßigung würde vorgezogen haben. Ich sagte daher denHerren vom Conseil, daß der König die gegen die Je-suiten cingegebnen Klagpunkce nicht stark genug fände,um so strenge gegen sie zu verfahren. Er sey entschlos-sen, um die Gesellschaft in Frankreich zu behalten odernicht, erst abzuwarten, wie sie sich in der Folge so wohlgegen den Staat, als auch gegen ihn selbst betragenwurde. Hauptsächlich verbot er durchaus, daß man,so lange er nicht ausdrücklichere Befehle darüber gege-ben hätte, zu irgend einem gewaltthätigen Verfahrengegen den Orden schritte, ihn in den Klagreden auf einebeleidigende Art angriffe, und selbst daß die Sachebis dahin völlig entschieden würde. Niemand erwar-tete, in mir einen Beschützer der Jesuiten zu finden,und ich bin gewiß, daß bloö auö diesem Grunde meineEmpfehlung ihnen nicht unnütz gewesen seyn würde,wenn ich auch nicht im Namen des Königs gesprochenhätte. Vor diesmal wurde auch wirklich die Sachenicht weiter getrieben.
Ich glaubte auS Achtung für die Bitte des Kar-dinals von Bourbon bey dem Oberaufseher für denErzbischof von Glasgow reden zu müssen. Ob ichgleich wohl wußte, was ich von einem Mann zu er-warten hatte, der sich wenig Mühe gab, seinen Haß
gegen