bät mich daher, den König zu bewegen, daß er denErzbischof fchützte/weicher sich weiter in keine Angele-genheit, weder in, noch außerhalb des Reichs zu mischenversprach; auch war er nicht mehr im Stande, es zuthun, und überhaupt konnte man ihm nichcö vorwerfen.Üm mich noch mehr für ihn einzunehmen sagte mir derKardinal, der alte Mann hätte mich so lieb , daß ecfast beständig darüber weinte, daß ich das Unglück häk-le, ein Protestant zu seyn.
Der Kardinal endigte damit, daß er noch einmalauf seine Pfründen zurück kam. Er empfahl mir drin-gend, ihm von dem König die Erlaubniß auszuwirken,daß er sie abtreten dürfte. Er gestand mir, daß ihrBesitz seinem Oheim, dem verstorbnen Kardinal vonBourbon, von dem sie auf ihn gekommen waren, oftschreckliche Gewissensbisse gemacht hätten, und ihm jeztnicht geringere verursachten. Eö waren einige darun-ter, die man den Familien, welche rechtmäßige Besitzerderselben waren, entrissen hatte, und er glaubte so wohlseine Schuldigkeit gegen diese , als auch die Vorwürfeseines Gewissens, in Ansehung seiner selbst und seinesOheims zu befriedigen, wenn er sie ihnen nach seinemTode zurück gäbe. Er hatte mir nichts neues mehr zusagen, als sein Arzt, Duret, in das Zimmer trat.Dieser empfahl seinem Herrn das Stillschweigen undübernahm es mich von den Geheimnissen desselben zuunterhalten, weil er sein Vertrauen besaß. Er thakes auch als ein sehr beredter Mann, das heißt er mach-te mir viel lange Weile. Ich beantwortete seine weit-läuftigen Reden blos mit dem wiederholten Versprechen,daß ich Sr. Eminenz zu dienen mW bemühen wollte.
Drey Tage, die ich in Paris zubrachte, warenhinreichend, mich von den gefährlichen Verbindungendes Grafen von Auvergne, des Herrn voll Encragues
und