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Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
138
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gusts, sie nur auf flüchtige Augenblicke'sehen konnte»Was ich davon sagen werde, wird aus dieser Ursachziemlich große Lücken haben. /

Ich empfieng die gehörigen Anweisungen von sei«rier Majestät, und gieng bis Crepy, wo ich die Nachtblieb. Den folgenden Tag kam ich nach Paris undgieng sogleich zu dem Kardinal von Bourbon. Ichfand ihn krank, und seinen Geist eben so niedergeschla«gen als seinen Körper. Er umarmte mich heftig undbezeugte eine unendliche Freude, mich zu sehen. Je-dermann mußte sein Zimmer verlassen, und ich mich ansein Bette setzen, um tausend Dinge, die von deräußersten Wichtigkeit waren, von ihm zu erfahren.Das, womit er den 'Anfang machte, konnte mir keinegroße Meinung von den übrigen geben. Es war dieSache, die ihm am meisten am Herzen lag, ob sie gleichnur häuslichen Verdruß und Weibergezänk betraf, mitLenen ich mich fast schäme, das Publikum zu unter-halten. Eine gewisse Frau von RosiereS verursachteihm diesen Kummer. War's Eifersucht oder Schwär-merei), genug, er hatte sich in den Kopf gesetzt, siebrächte ihn durch Zauberey umö Leben, um sich dafürzu rächen, daß er sie mit dem Abt von Bellozanae,seinem Liebling, entzweiet hatte. Sein Trost ivar,daß seine Verfolgerin sterben müßte, wenn Er nichtstürbe. Meine Gemahlin hatte ihm vor drey Tagengesagt, die Frau von RosiereS sey gefährlich krank,und wahrscheinlich hatte er darauf sein ganzes Hirn«gespinnst von Magie und Tod gebauct.

Er machte mir alle diese Entdeckungen mit einersolchen Beklemmung des Herzens, daß ich gewiß glau-be, diese Einbildungen haben viel beygetragen, seinLeben zu verkürzen. Ich bestrebte mich, ihn zurechtzu bringen, damit er endlich von den andern Angelegen-