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Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
135
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thun, indem er sich erschöpfte, um an dem Hose desKönigs zu glänzen und 2,000 Vüchsenschützen undZoo Pferden zu der Belagerung von Laon zu führen.Aber die Glorie dieses neuen Potentaten dauerte nurkurze Zeit. Er scheiterte, so wie Nemours, au demFelsen, der allen Ehrgeizigen so gefährlich ist, weil siesich nicht überzeugen können, daß dis besten Entwürfediejenigen sind, welche zwar nur mittelmäßige, aberauch solche Vortheile geben, die keinen Unfällen ausge-setzt und vor dem Zufall gesichert sind.

Da die Spanier sahen, daß im Herzen des Reichsalles ihnen emgieng, suchten sie den Strohm durcheinen auffallenden Streich zu hemmen, und belagertenla Capelle. Der König besann sich keinen Augenblick,alle innern Angelegenheiten liegen zu lassen, um sich derEinnahme dieses Ortö zu widersetzen. Die Soldatenwaren gar nicht von derselben Gesinnung. Des Krie-ges müde suchten sie nur ihn zu vergessen und hinauszw schieben. Es währte so lange ehe der König seineArmee zusammen ziehen konnte, daß, ob er gleich miteinem kleinem Korps vorausgieng, er dennoch zu spätkam. Er fand die Belagerung schon so weit gekom-men, und den Grafen von Mannsfeld, welcher sie kom-mandirte, in einer so vortheilhaften Stellung, daß erbey der Schwäche seiner Mannschaften es nicht wagendurfte, ihn anzugreifen. Man hoffte immer noch,daß der Gouverneur durch die Vestigkeit des Platzesso viel Zeit gewinnen würde, daß die übrigen Truppenheran kommen könnten, und daß man hernach imStande seyn würde, entweder eine Verstärkung in dieStadt zu werfen, oder die Belagerer zu einem Tref-fen zu zwingen. Aber dieser, der nachdem Geist seinerZeit nur gesorgt hatte, aus Allem für sich Vortheil'zuziehen, war bey dem Proviant, drn Kriegöbebürsnis-