Weibes verbrennen , welches vor der Stirne die Wor-te: die Ligue, trägt, und geben allen den kleinernvon ihnen abhängigen Städten nur eine»Monath Zeit,um zu ihrer Pflicht zurück zu kehren.
Dem Herzog von Nemours wird bey diesem ge-waltigen Lermen nicht gar zu wohl zu Muthe, er fürch-tet noch etwas schlimmeres von Seitenseiner vorgeb.lichen Unterthanen und halt eö für daö beste, zu ent-fliehen. Er zieht das Kleid seines Kammerdieners an,der ungefehr von seiner Größe war, tritt aus seinemZimmer, indem er das Becken aus seinem Leibstuhl inder Hand trägt; so kömmt er glücklich mitten durch dieSoldaten, die ihn im Vorzimmer bewachen, ohne er-kannt zu werden, weil er das Gesicht abwendet, als ge-schähe es um den üblen Geruch zu vermeiden, schlüpftzum Hause hinaus und entkömmt bis auf das Feld;noch zu glücklich, nach so viel eingebildeter Größe alsFlüchtling eine Stadt zu verlassen, welche er zum Sitzseines Ruhms bestimmt hatte, und durch die traurigeErfahrung einer Eitelkeit, über welche man stets sichtäuschen wird, überzeugt, daß nichts so schwer ist, alsden Erfolg so zu lenken, daß er unfern Wünschenentspricht.
Der Ehrgeitz verdrehte noch einem den Kops.Balagny, der sich als Gouverneur von Cambray imBesitz eines Platzes sah , den seine Lage für den Königso äußerst wichtig machte, hatte die Dreistigkeit zu ver-langen, daß man seinen Ticel als Gouverneur in den,eines souverainen Fürsten, verwandeln sollte. Zu sei-nem Unglück erhielt er, was er forderte. Schon schmei-chelte er sich, die Liste der gekrönten Häupter durch sei-nen Namen vermehrt zu sehen, aber er vergaß, daßihm die Mittel fehlten, e)nen so hohen Rang zu be-haupten. Er that es, oder vielmehr, er glaubte es zu