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dürfen; so wollen wir nur noch weniger auf uns selbstrechnen, die wir Geschenke annehmen. Wir müssenuns gewöhnen, den Vortheil unserer Herrn und denUnsrigen, als zwey Sachen'anzusehen, die sich durch-aus nicht vereinigen lassen; es sey denn, wie ich schonbemerkt habe, daß er es selbst ist, der uns giebt, undseine Freigebigkeit wird immer sich weit genug erstrecken,um uns keinen Grund zur Klage zu lassen, so bald wirihn nur zu überzeugen gewußt haben, daß wir nichtauf andre Art etwas gewinnen. Aber es ist ein Un-glück, daß die Gewohnheit, ungeheure Summen zuberechnen und durch unsre Hände gehen zu lassen, uns.immer beinahe unvermerkt dahin bringt, daß wir Ka-pitale, die zum Wohlstand und dem Glück eines Pri-vatmannes hinreichen, für so viel als nichts ansehen.
Der König gestand mir, daß er an solche Redeunicht gewöhnt wäre, und daß dießSystem, so einfach esist, wenn es einmal in den Finanzen festgesetzt werdenkönnte , das Mittel wäre den König und den Staat zubereichern, welches man suchte; und das man auch nochnachher so sehr gesucht hat, ohne eS finden zu können»Er war weit entfernt, den tDchcnktisch anzunehmen;aber um meiner DenkungSatt nachzugeben, wollte er,. daß ich ihn von seiner Hand empfangen sollte. DieseSchenkung wurde öffentlich bekannt, weil er mir dar-über eine Schrift ausfertigen ließ, worin ausdrücklichgesagt war, daß dieses Silberzeug ein Geschenk wäre,welches die Stadt Rouen dem König gemacht, undwomit dieser wieder mich begnadigt hätte. Den folgen-den Tag nahm er z,ooo Thaler in Golde aus seinerChatulle, und schickte sie mir durch Beringhcn, um zuzeigen, daß eine solche Handlung von einem Ministerihren Lohn nicht verfehlt. Ich befolge noch jezt seineAbsichten, indem ich der Welt dieses doppelte Geschenkbekannt mache.
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