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Zweyte Abtheilung, Zweyter Band (1792)
Entstehung
Seite
130
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mir noch mehrReichthümerzu zu ziehen ; denn obgleichder Herr, dem ich gedient habe, mir ansehnliche Ge-schenke gemacht hat, und die selbst meine Erwartungüberstiegen, so wird man doch leicht einräumen, daßein Mann, der so lange Zeit und fast ganz allein denFächern der Finanzen und des Krieges vorgestandenhat, weit kürzereMiktel hatte, sich zu bereichern. Ichbrauche sie nicht zu nennen: die Vergangenheit ist zureich an Beyspielen davon, als daß man sie nicht ken-nen sollte; und trotz allem, was ich gethan habe, umdas Gegentheil einzuführen, wird auch die Zukunftohne Zweifel deren nur noch zu viele geben»

Man könnte aber vielleicht, wenn man mich vonEigennutz frey spricht, eS für Eitelkeit halten, Nieman-den etwas schuldig seyn zu,wollen. Gegen diese Be-schuldigung habe ich nur eine einzige, aber sehr aufrich-tige Versicherung, daß ich nehmlich, indem ich so han-delte , keinen andern Grund gehabt habe, als denen,welche nach mir an der Spitze der Geschäfte stehenwerden, zu zeigen, daß in diesem Betracht ihre Lagevon denen, welche das Richteramt verwalten, im ge-ringsten nicht verschieden ist; und daß, so wie man mitAbscheu einen Richter ansehn würde, der seine Hand,selbst auch ohne die Absicht, die Waage darnach zu len-ken, den Geschenken öftere, so auch ein Minister, undjeder der ein Amt bekleidet, sich einer eben so auffallen-den Ungerechtigkeit schuldig macht, wenn er mit Wohl-gefallen solche Geschenke nimmt; denn es findet sich dochimmer, entweder in dem Augenblick selbst, oder auchin der Folge, daß die, welche sie gegeben hatten, glau-ben, es auf Unkosten des Königs oder des Volkes ge-than zu haben. Wenn wir nicht ganz auf die Red-lichkeit der Gesinnungen derer die uns geben (ichrichte hier meine Worte an meine Nachfolger) rechnen

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